Testament selbst verfassen Muster

1986 schlug William H. Shea vor, dass das Buch Daniel aus einem Doppelchiasmus besteht. Er argumentierte, dass die chiastische Struktur durch die beiden Sprachen betont wird, in denen das Buch geschrieben ist: Aramäisch und Hebräisch. Der erste Chiasm ist in Aramäisch aus den Kapiteln 2-7 nach einem ABC geschrieben… CBA-Muster. Der zweite Chiasm ist auf Hebräisch aus den Kapiteln 8-12, auch mit dem ABC… CBA-Muster. Shea stellt jedoch Daniel 9:26 als “D” dar, eine Pause in der Mitte des Musters. [7] Ein Schriftsteller erhebt folgenden Anspruch über folgende Beispiele/Muster: So wurde das Exodus-Muster als Muster der kommenden messianischen Befreiung akzeptiert, nicht nur im Volksmund, sondern auch unter seriösen Theologen. [20] Ebd., S. 83. Als weiteres Beispiel wissen wir, dass Deuteronmy 18:15ff direkt von Jesus als einem “neuen Mose” spricht. So wird auch Josua wie ein neuer Mose behandelt.

Es scheint also nur ein kleiner Schritt zu sein, Josua auch als einen “Typ” Jesu zu sehen (vgl. Matthäus 1,21). Er ist auch Teil dieses Musters, das in Christus gipfelt. Es gibt so etwas wie “gesunde Lehre”. Die gesunde Lehre ist Gottes Muster. Die Gesetze oder Regeln Gottes sind “für die, die sich mit der Menschheit verunreinigen, für Menschensondier, für Lügner, für Verletzte und wenn es etwas anderes gibt, das der gesunden Lehre widerspricht” (1. Timotheus 1:10). Das interbiblische Judentum war mit der kommenden messianischen Errettung beschäftigt.

Das geht aus der rabbinischen Literatur und dem Aufstieg solcher Bewegungen wie der Qumran-Gemeinschaft hervor. Die Gewohnheit, Exodus als Muster des Handelns Gottes zu betrachten, wurde noch deutlicher. “Im zweiten Jahrhundert v. Chr. betet Ben-Sira für eine Wiederholung von `Sings and Wonders` – er meint die endgültige Erlösung, die in Form von Exodus gedacht wird.” [16] Daube, S. 11. Eine “stehende Formel”, die oft erfüllt wird, ist: “Als erster Ersteller( d.h. Moses), also der letzte Ersteller” (d.h.

der Messias). Der “Messias sollte wiederholen, was Mose getan hatte.” [17] Sahlin, S. 82. Die ultrakonservativen Kirchen Christi haben lange gelehrt, dass der richtige Weg, die Bibel zu interpretieren, darin besteht, die Imfitheite, Beispiele und notwendigen Schlussfolgerungen des Neuen Testaments zu befolgen. Ebenso wichtig ist der Grundsatz, dass das Schweigen der Heiligen Schrift keine Aktivität erlaubt und daher unerschwinglich ist. Diese Auslegungsregeln werden oft als CENI (oder CENI-S) abgekürzt. Diejenigen, die sich an diese Philosophie halten, sehen ein Muster oder eine Blaupause im Neuen Testament, das angeblich durch einen Blick durch die Linse von CENI-S offenbart wird. Zugegeben, wenn es nötig ist, bin ich bereit, einfach an die Inspiration der Apostel zu appellieren und das so zu lassen. Es mag gelegentlich einen “volleren Sinn” geben, den der Verfasser des Neuen Testaments vom göttlichen Autor beider Testamente erhält. Aber ich denke, diese Fälle sind wenige (siehe Doug Moo, “Das Problem des Sensus Plenior”), und es sollte nicht unser erster Regress sein.